Bergungsgruppe (B)

Die Bergungsgruppe ist die universellste Gruppe im Technischen Zug (TZ) des THW, eine B1 ist in jedem TZ mindestens einmal vorhanden. Personal und Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.

Dabei liegen die Schwerpunkte auf:

  •     der Rettung von Menschen und Tieren, sowie dem Sichern von Sachwerten
  •     dem Überwinden und/oder Beseitigen von Hindernissen
  •     dem Sichern von Einsatzstellen
  •     dem Durchführen von Bergungsmaßnahmen
  •     der Abstützung von Objekten mit speziellen Systemen
  •     der Unterstützung anderer Gruppen


Die B ist als SEG zum Ersteinsatz im örtlichen Umfeld vorgesehen, wobei sie durch Personal anderer Einheiten des Ortsverbandes unterstützt werden kann. Die Ortsverbände des THW sollen im Normalfall dabei eine Ausrückzeit von 20 bis 30 Minuten nach der Alarmierung sicherstellen.

Die B1 wird ergänzt und unterstützt durch die B2 oder durch Fachgruppen, oder aber sie unterstützt diese. Die Stärke der B1 beträgt 0/2/7=9 - dies bedeutet 1 Gruppenführer, 1 Truppführer und 7 Helfer. Bei Ausstattung mit einem Abstützsystem Holz (ASH) beträgt die Stärke der B1 0/2/10=12.

Zusätzlich kann der B1 ein ESS-Trupp (ESS = Einsatzstellen-Sicherungssystem) mit einer Stärke von 0/2/4=6 angegliedert sein, der über einen MTW verfügt und auch unabhängig von der Bergungsgruppe eingesetzt werden kann. Er überwacht einsturzgefährdete Strukturen zur Sicherstellung der Unfallsicherheit.

Fahrzeuge und Ausstattung

Als Fahrzeug der B wird der Gerätekraftwagen (GKW) eingesetzt. Er ist ausgestattet mit vielfältiger Ausrüstung für verschiedenste Einsatzszenarien.

Die B1 verfügt in der Regel (einmal pro Ortsverband) über ein Einsatzgerüstsystem (EGS). Unter anderem hierfür, aber auch für andere Transportzwecke wird 25% der Bergungsgruppen 1 ein Anhänger mit 7 Tonnen Nutzlast (Anh 7 t) zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich ist in ca. jedem zweiten Regionalbereich in einer B ein Abstützsystem Holz (ASH) vorhanden. Für dessen Transport wird ein Rungenanhänger mit 10 Tonnen Nutzlast (Anh ASH 10 t Ru) eingesetzt.

Gruppenführer Bergungsgruppe

Matthias Riedl

Dienststellungskennzeichen Gruppenführer

Der Gruppenführer führt die Helfer seiner Gruppe. Unter seiner Führung bewältigen die Helfer die gestellten Einsatzaufgaben, die der fachtechnischen Ausrichtung und Aufgabenstellung seiner Gruppe entsprechen. Bei diesen Aufgaben wird er durch seine/n Truppführer unterstützt. Der Gruppenführer berät den Zugführer / Einsatzleiter insbesondere in Fragen der Fachkunde seiner Gruppe. 

  • Durchführung und Überwachung der Fachgruppentätigkeit
  • Fürsorge und Aufsicht gegenüber den Helfern seiner Gruppe
  • die Verantwortung für die personelle und materielle Einsatzbereitschaft der Gruppe
  • Zusammenarbeit mit anderen Einheiten / Teileinheiten, Einrichtungen, entsprechenden Behörden, Organisationen und fachspezifischen Unternehmen
  • Führung der Gruppe im Einsatz
  • Dokumentation des Einsatzes
  • Erkundungen am Einsatzort und Meldung der Ergebnisse
  • Herstellung und Aufrechterhaltung von Verbindungen zu übergeordneten und nachgeordneten Stellen
  • Regelung der Versorgung seiner Gruppe
  • Mitwirkung bei der Erstellung der Dienst- und Ausbildungspläne
  • Aus- und Weiterbildung seiner Helfer
  • Der Gruppenführer unterstützt die Regionalstelle und die Dienststelle des Landesbeauftragten im Rahmen seiner Fachaufgabe bei der Vorbereitung und Durchführung überörtlicher und überregionaler Übungen und Ausbildungsveranstaltungen der Einsatzausbildung

Truppführer Bergungsgruppe

Der Truppführer (TrFü) führt die Helfer seines Trupps. Unter seiner Führung bewältigen die ihm unterstellten Helfer die gestellten Einsatzaufgaben. Vorgesetzter des Truppführers ist der jeweilige Gruppenführer.

  • Durchführung und Überwachung der Tätigkeit entsprechend der StAN-Aufgabe
  • Fürsorge und Aufsicht gegenüber den Helfern seines Trupps
  • Zusammenarbeit mit anderen Einheiten / Teileinheiten, Einrichtungen, entsprechenden Behörden, Organisationen und fachspezifischen Unternehmen
  • Führung des Trupps im Einsatz
  • Erkundungen am Einsatzort und Meldung der Ergebnisse
  • Mitwirkung bei der Erstellung der Dienst- und Ausbildungspläne
  • Aus- und Weiterbildung seiner Helfer.